Verfall und Ewigkeit

Verfall und Ewigkeit

Wir, die Hachten, unser Konzertpianist Johannes und unser Videospezialist Elias waren über die Weihnachtsfeiertage fleißig und haben das Video zum Lied „Verfall und Ewigkeit“ gemacht. Mit dabei war die Lea, welche eine sogenannte „Waldjungfrau“ spielt und wunderbar singt. Was es mit den „Waldjungfrauen“ auf sich hat, dazu später mehr.

„Verfall und Ewigkeit“ ist eines der Lieder aus unserem Singspiel „Das Leben, das Holz und ich“.

„Die Hachten – Verfall und Ewigkeit“ in der Klavierversion jetzt auf youtube!

Wir nehmen Datenschutz ernst

Der Schutz Ihrer Privatsphäre bei der Verarbeitung persönlicher Daten ist für uns ein wichtiges Anliegen. Wenn Sie unsere Webseite besuchen, speichern unsere Webserver standardmäßig die IP Ihres Internet Service Provider, die Webseite, von der aus Sie uns besuchen, die Webseiten, die Sie bei uns besuchen sowie das Datum und die Dauer des Besuches. Diese Informationen sind für die technische Übertragung der Webseiten und den sicheren Serverbetrieb zwingend erforderlich. Eine personalisierte Auswertung dieser Daten erfolgt nicht.

Sofern Sie uns Daten per Kontakt-Formular senden, werden diese Daten im Zuge der Datensicherung auf unseren Servern gespeichert. Ihre Daten werden von uns ausschließlich zur Bearbeitung Ihres Anliegens verwendet. Ihre Daten werden streng vertraulich behandelt. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht.

Personenbezogene Daten

Personenbezogene Daten sind Daten über Ihre Person. Diese beinhalten Ihren Namen, Ihre Adresse und Ihre Email Adresse. Sie müssen auch keine personenbezogenen Daten preisgeben um unsere Internetseite besuchen zu können. In einigen Fällen benötigen wir Ihren Namen und Adresse sowie weitere Informationen um Ihnen die gewünschte Dienstleistung anbieten zu können.

Das Gleiche gilt für den Fall, dass wir Sie auf Wunsch mit Informationsmaterial beliefern bzw. wenn wir Ihre Anfragen beantworten. In diesen Fällen werden wir Sie immer darauf hinweisen. Außerdem speichern wir nur die Daten, die Sie uns automatisch oder freiwillig übermittelt haben.

Wenn Sie einen unserer Services nutzen, sammeln wir in der Regel nur die Daten die notwendig sind um Ihnen unseren Service bieten zu können. Möglicherweise fragen wir Sie nach weiteren Informationen, die aber freiwilliger Natur sind. Wann immer wir personenbezogene Daten verarbeiten, tun wir dies um Ihnen unseren Service anbieten zu können oder um unsere kommerziellen Ziele zu verfolgen.

Automatisch gespeicherte nicht personenbezogene Daten

Wenn Sie unsere Internetseiten besuchen, speichern wir aus administrativen und technischen Gründen bestimmte Informationen. Diese sind: Typ und Version des verwendeten Browsers, Datum und Uhrzeit des Zugriffs, sowie die IP Adresse.

Diese Daten werden anonymisiert und lediglich für statistische Zwecke bzw. dafür verwendet, unsere Internet- und Onlinedienste zu verbessern.
Diese anonymisierten Daten werden – getrennt von personenbezogenen Daten – auf sicheren Systemen gespeichert und können keinen individuellen Personen zugeordnet werden. Das bedeutet, dass Ihre personenbezogenen Daten jederzeit geschützt bleiben.

Cookies

Wenn Sie unsere Internetseiten besuchen speichern wir möglicherweise Informationen auf Ihrem Computer in Form von Cookies. Cookies sind kleine Dateien die von einem Internetserver an Ihren Browser übertragen und auf dessen Festplatte gespeichert werden. Lediglich die Internet Protokoll Adresse wird hierbei gespeichert – keine personenbezogenen Daten. Diese Information die in den Cookies gespeichert wird erlaubt es, Sie bei dem nächsten Besuch auf unserer Internetseite automatisch wiederzuerkennen, wodurch Ihnen die Nutzung erleichtert wird.

Natürlich können Sie unsere Internetseiten auch besuchen ohne Cookies zu akzeptieren. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Computer beim nächsten Besuch wiedererkannt wird können Sie die Verwendung von Cookies auch ablehnen indem Sie die Einstellungen in Ihrem Browser auf „Cookies ablehnen“ ändern. Die jeweilige Vorgehensweise finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihres jeweiligen Browsers. Wenn Sie die Verwendung von Cookies ablehnen, kann es jedoch zu Einschränkungen in der Nutzung mancher Bereiche unserer Internetseiten kommen.

Typekit

Auf unserer Internetseite werden externe Schriften von Typekit eingesetzt. Typekit ist ein Dienst, der von der Firma Adobe angeboten wird. Die Webfonts werden dabei durch einen Serveraufruf bei Adobe (in den USA) eingebunden. Dabei wird die IP-Adresse des Browsers Ihres Endgerätes von Adobe gespeichert. Genauere Informationen finden Sie in den Datenschutzgrundsätzen von Typekit: www.adobe.com/privacy/typekit.html bzw. in der Datenschutzerklärung von Adobe: www.adobe.com/de/privacy/cookies.html

Google-Analytics mit Anonymisierungsfunktion

Wir setzen auf unserer Seite Google-Analytics, einen Webanalysedienst der Firma Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043 USA, nachfolgend „Google“ ein. Google-Analytics verwendet sog. „Cookies“, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und hierdurch eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen.

Die durch diese Cookies erzeugten Informationen, beispielsweise Zeit, Ort und Häufigkeit Ihres Webseiten-Besuchs einschließlich Ihrer IP-Adresse, werden an Google in den USA übertragen und dort gespeichert.
Wir verwenden auf unserer Website Google-Analytics mit dem Zusatz “_gat._anonymizeIp”. Ihre IP-Adresse wird in diesem Fall von Google schon innerhalb von Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder in anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum gekürzt und dadurch anonymisiert.

Google wird diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung unserer Seite auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten für uns zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu erbringen. Auch wird Google diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben oder soweit Dritte diese Daten im Auftrag von Google verarbeiten.

Google wird, nach eigenen Angaben, in keinem Fall Ihre IP-Adresse mit anderen Daten von Google in Verbindung bringen. Sie können die Installation der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser-Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen unserer Website vollumfänglich nutzen können.
Des Weiteren bietet Google für die gängigsten Browser ein Deaktivierungs-Add-on an, welches Ihnen mehr Kontrolle darüber gibt, welche Daten von Google zu der von Ihnen aufgerufenen Websites erfasst werden. Das Add-on teilt dem JavaScript (ga.js) von Google Analytics mit, dass keine Informationen zum Website-Besuch an Google Analytics übermittelt werden sollen. Das Deaktivierungs-Add-on für Browser von Google Analytics verhindert aber nicht, dass Informationen an uns oder an andere von uns gegebenenfalls eingesetzte Webanalyse-Services übermittelt werden. Weitere Informationen zur Installation des Browser Add-on erhalten Sie über nachfolgenden Link: https://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de

Wenn Sie unsere Seite über ein mobiles Endgerät (Smartphone oder Tablet) besuchen, müssen Sie stattdessen folgenden Link benutzen, um das Tracking durch Google Analytics innerhalb dieser Website zukünftig zu unterbinden:

Google Tracking deaktivieren – Cookie löschen

Dies ist auch als Alternative zu obigem Browser-Add-On möglich. Durch Klicken des Links wird ein Opt-Out-Cookie in Ihrem Browser gesetzt, das nur für diesen Browser und diese Domain gültig ist. Wenn Sie die Cookies in diesem Browser löschen, wird auch das Opt-Out-Cookie gelöscht, so dass Sie den Link erneut klicken müssen.

Sofern Sie zugestimmt haben, dass Ihr Web- und App-Browserverlauf von Google mit Ihrem Google-Konto verknüpft wird und Informationen aus ihrem Google-Konto zum Personalisieren von Anzeigen verwendet werden, verwendet Google Ihre Daten zusammen mit Google Analytics-Daten, um Zielgruppenlisten für geräteübergreifendes Remarketing zu erstellen. Dazu werden von Google Analytics zunächst auf unserer Website Ihre Google-authentifizierte ID erfasst, die mit Ihrem Google-Konto verknüpft sind (also personenbezogene Daten). Anschließend wird von Google Analytics Ihre ID vorübergehend mit Ihren Google Analytics-Daten verknüpft, um unsere Zielgruppen zu optimieren.
Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, können Sie dies durch entsprechende Einstellungen im Bereich “Mein Konto” Ihres Google-Kontos abstellen.

Sicherheit

Wir haben technische und administrative Sicherheitsvorkehrungen getroffen um Ihre personenbezogenen Daten gegen Verlust, Zerstörung, Manipulation und unautorisierten Zugriff zu schützen. All unsere Mitarbeiter sowie für uns tätige Dienstleister sind auf die gültigen Datenschutzgesetze verpflichtet.

Wann immer wir personenbezogene Daten sammeln und verarbeiten werden diese verschlüsselt bevor sie übertragen werden. Das heißt, dass Ihre Daten nicht von Dritten missbraucht werden können. Unsere Sicherheitsvorkehrungen unterliegen dabei einem ständigen Verbesserungsprozess und unsere Datenschutzerklärungen werden ständig überarbeitet. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihnen die aktuellste Version vorliegt.

Betroffenenrechte

Bitte kontaktieren Sie uns jederzeit, wenn Sie sich informieren möchten welche personenbezogenen Daten wir über Sie speichern bzw. wenn Sie diese berichtigen oder löschen lassen wollen. Desweiteren haben Sie das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO), ein Widerspruchsrechts gegen die Verarbeitung (Art. 21 DSGVO) sowie das Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO).
In diesen Fällen wenden Sie sich bitte direkt an uns.

Änderungen dieser Datenschutzerklärung

Wir behalten uns das Recht vor, unsere Datenschutzerklärungen zu ändern falls dies aufgrund neuer Technologien notwendig sein sollte. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihnen die aktuellste Version vorliegt. Werden an dieser Datenschutzerklärung grundlegende Änderungen vorgenommen, geben wir diese auf unserer Website bekannt.

Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG

AM Wald und Leben
Hauptstraße 9
92253 Schnaittenbach

Vertreten durch:
Dr. Martin Nagler

Kontakt

E-Mail: info@alfred-moesenburger.de

Umsatzsteuer-ID

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß §27 a Umsatzsteuergesetz:
201/254/10716

Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV

Dr. Martin Nagler

Streitschlichtung

Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr.
Unsere E-Mail-Adresse finden Sie oben im Impressum.

Wir sind nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

Haftung für Inhalte

Als Diensteanbieter sind wir gemäß § 7 Abs.1 TMG für eigene Inhalte auf diesen Seiten nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. Nach §§ 8 bis 10 TMG sind wir als Diensteanbieter jedoch nicht verpflichtet, übermittelte oder gespeicherte fremde Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen.

Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen bleiben hiervon unberührt. Eine diesbezügliche Haftung ist jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung möglich. Bei Bekanntwerden von entsprechenden Rechtsverletzungen werden wir diese Inhalte umgehend entfernen.

Haftung für Links

Unser Angebot enthält Links zu externen Websites Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar.

Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Links umgehend entfernen.

Urheberrecht

Die durch die Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Erstellers. Downloads und Kopien dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet.

Soweit die Inhalte auf dieser Seite nicht vom Betreiber erstellt wurden, werden die Urheberrechte Dritter beachtet. Insbesondere werden Inhalte Dritter als solche gekennzeichnet. Sollten Sie trotzdem auf eine Urheberrechtsverletzung aufmerksam werden, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Inhalte umgehend entfernen.

Quelle: https://www.e-recht24.de/impressum-generator.html

Über die Person Alfred Mösenburger,
Jacob O. Nailman

nun, über die Person oder auch nur über den Menschen Alfred Mösenburger zu berichten oder zumindest eine Einschätzung abzugeben, fällt auf den ersten Blick nicht schwer, erweist sich jedoch bei tieferer Betrachtung als faktisch unmöglich. Ist er doch jemand, der sich nicht in den Vordergrund drängt. Ja, den es sogar fast peinlich ist, wenn man über ihn spricht. Trotzdem möchte ich es versuchen. Der Anlass unserer ersten Begegnung war banal: In einem Dorfwirtshaus, in das es mich zwecks einer – rückblickend betrachtet leider unergiebigen – Unterhaltung mit einem Freund verschlug, bemerkte ich, zugegebenermaßen erst nach einiger Zeit, dass am Nebentisch ein etwa 50ig-jähriger Mann saß.  Dass er sich mit seinen Tischnachbarn (es handelte sich offenbar um eine Art Stammtisch) unterhielt, was nicht weiter auffällig ist. Doch mit der Zeit stellte ich fest, dass – wenn immer er sich anschickte etwas zu sagen – der Tisch verstummte und fast schon andachtsvoll seinen Ausführungen folgte. Da dies nicht häufig geschah, hatte man nicht den Eindruck, dass die Unterhaltung an diesem Tisch schleppend war. Im Gegenteil: Nach seinen Ausführungen und einer darauf folgenden, jeweils kurzen Pause legten sich seine Tischnachbarn mit fast noch mehr Energie ins Zeug und diskutieren das Gesagte. Es war keine feinsinnige Diskussion, bei der die Wörter vorsichtig abgewogen und die Sätze schichtweise aufgebaut wurden. Nein, die Aussagen waren direkt, manchmal grobschlächtig und von keiner Vorsicht geprägt, ob der gesagten Wörter zur Rechenschaft gezogen zu werden. Die Themen des Gespräch wogten hin und her, ohne Ansatz wurden sie teilweise gewechselt oder nach ein paar Minuten wieder aufgefrischt. Herr Mösenburger machte auf mich und sicher auch auf seine Tischnachbarn den Eindruck, dass er den Diskussionen aufmerksam folgte. Doch hin und wieder sah ich, dass er sich vom gerade Redenden abwand, sein Bier genüßlich trank und offensichtlich mit seinen Gedanken in neuen Feldern unterwegs war. Da das Gespräch mit meinem eigentlichen Gesprächspartner langsam versiegte, wobei der kontinuierliche Biergenuss meines Gesprächspartner hierbei durchaus seinen Beitrag leistete, versuchte ich zielstrebig auf eine günstige Gelegenheit zu warten, mich in dieses wogende Auf und Ab des Gespräches am Nebentisch sozusagen einzuklinken. Es erwies sich als anspruchsvolle Aufgabe, denn einfach in das Gespräch hineinzuprusten, wäre vorsichtig ausgedrückt unpassend gewesen. Das hätte nicht gepasst zu dem Bild, welches ich von mir gerne verbreiten wollte, als Mann des Geistes und des Anstandes. Nachdem sich mein ursprünglicher Gesprächspartner vollständig von unserer Unterhaltung verabschiedet hatte und lieber das Gespräch zum anderen Nebentisch suchte, an dem eine Schar von Frauen im reifen Alter saßen, verlagerte ich auch körperlich immer mehr meinen Schwerpunkt zum Tisch von Herrn Mösenburger. Ich stimmte Gesagten mit deutlich sichtbaren Kopfnicken zu, oder lehnte Positionen durch Kopfschütteln ab, relativ schnell wurde ich zunächst in die gemeinsamen Prostrunden integriert. Und schon wurde ich zu meiner Person kurz ausgefragt: wie ich denn heiße, woher ich denn komme und warum ich denn hier sei. Unwohl war mir zunächst, doch um Antworten war ich nicht verlegen und schon war ich Teil davon. Alfred Mösenburger saß jetzt zwei Plätze neben mir, er nickte mir wohlwollend zu, bevor er leise wuchtige Worte von sich gab, in etwa so: Man solle sich nicht verrückt machen lassen, von all dem Untergangs- und Krankheitsgeschwätz. Lieber das Leben genießen, als gesund zu sterben. So brachte er die Dinge auf den Punkt und erholte sich bei einem kräftigen Schluck Bier von dieser intellektuellen Glanzleistung. Über den weiteren Verlauf des Abends weiß ich kaum noch etwas, zu sehr verdeckte der stark aufkommende Biernebel mein ansonsten gutes Erinnerungsvermögen.

Bald drei Wochen später folgte eine weitere prägende Begegnung, wiederum im besagten Wirtshaus. Aber diesmal nicht am Stammtisch, sondern ich saß an einem normalen Tisch, an dessen Tischbein Alfred Mösenburger sich anrempelte, als er vom Abort auf dem Weg zurück zu seinem Schafkopftisch kam. Dass ich ihm irgendwie bekannt vorkomme, begann er so die Unterredung. Ja, ich sei vor drei Wochen bei ihm mit am Stammtisch gesessen und hätte mit ihm und seinen Freunden ein paar Bier getrunken und die Gespräche hätten mir gut gefallen. Und ob ich ihn mal fragen dürfe, woher er seine Schlagfertigkeit, seinen Witz und gleichzeitig aber auch seinen Tiefgang her habe. Nun, so begann er geschmeichelt seine Rede, dies sei eine lange Geschichte und bestellte bei der Bedienung ein weiteres Bier. Er komme aus der Landwirtschaft, sei der zweite Sohn gewesen. Sein ältester Bruder solle den Hof übernehmen. Der Pfarrer habe schon bald darauf gedrängt, dass er auf die höhere Schule wechseln solle.  Dort sei es ihm ziemlich gut gegangen, immer mit an der Spitze habe er eine große Vorliebe für die Mathematik aber auch für die Musik entwickelt. Nach dem Abitur und dem anschließenden, aus seiner Sicht unerquicklichen Wehrdienst, hätte er begonnen Lehramt zu studieren für Mathematik und Physik. Daneben hätte er ein großes Interesse für klassische Musik entwickelt und die Philosophie entdeckt. Bevor er hier weiter ausholen konnte, musste er die ungeduldigen Nachfragen seine Kartenfreunde parieren, wo er denn bliebe. Der Alfred und der Leo sollten für ihn weiter „aufheben“, grummelte er zurück, er bliebe noch eine  Weile hier am Tisch, was ich dankbar annahm.

Doch dann, wandte er sich mir wieder zu, sei der Hoferbe, der älteste Bruder, bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ohne dass darüber viel in der Familie geredet wurde, war klar, was von ihm erwartet wurde. Aber er habe sich auch selbst in der Verantwortung gesehen, den Hof zu erhalten und weiterzuführen. So kam es, dass er sein Studium abbrach und den Hof übernommen habe. Vor bald 30 Jahren sei dies gewesen, eine Frau hätte er leider nicht. Dies gräme ihn nicht – ganz im Gegensatz zu seinen Eltern, von denen der Vater schon länger verstorben sei.

Was mich wunderte an seiner Rede, war, wie sehr sie mich in den Bann zog. Nichts war gekünstelt, der Satzbau einfach, die Stimme oft monoton. Und doch lieferte ich mich mehr und mehr seinen Gedanken aus. Die Rede traf mein Inneres, setzte es in Bewegung, erzeugte Spannung und Wärme, eine gewisse Wohligkeit stellte sich ein. Keine stumpfe Stimmung, mehr fiebernd. Im Strudel meiner Gedanken wollte ich mehr wissen von ihm, was er denn so denke, wer denn seine Vorbilder seien und was denn seine Ziele wären. Hier mahnte er sich wahrscheinlich selbst zur Vorsicht, nicht zu viel preis zu geben von sich gegenüber mir, den doch so Fremden, und versteckte sich im Unverbindlichen. Ja, Philosophie sei wichtig, aber man solle nicht versuchen, allen Dingen auf den Grund zu gehen und alles zu hinterfragen. Er liebe alle Arten von Musik, in der klassischen Musik sei er Wagner sehr verbunden. Aber letztendlich sei das Leben an sich das Wichtigste. Er sei zufrieden damit, sein Lebensinhalt sei die Land- und gerade auch die Forstwirtschaft. Harte Arbeit oft, doch erfüllend. Er liebe es, den Wandel des Jahres zu leben, sich ihm unterzuordnen. Und wichtig sei auch, im Sein zu verweilen, nicht immer nur mehr werden wollen. Das erzeuge nur Unzufriedenheit. Die Natur bestimme das Denken und zeige dem Verstand seine Grenzen auf. Begreifen – im wahrsten Sinne des Wortes – sei vollkommen ausreichend und man solle sich nicht anmaßen mit seinem Denken die Natur unterordnen zu wollen. Sprachs und stand dann auf, sich dem Kartenspiel wieder hinzugeben.

Und immer wieder, in unregelmäßigen Abständen, hatte ich die Gelegenheit, Herrn Mösenburger zum kurzen Austausch zu treffen, immer im besagtem Wirtshaus. Das Bild gewann an Konturen und doch blieb Geheimnisvolles an ihm.

Wie kann man ihn nun charakterisieren? Verdient er eine philosophische Einordnung? Er, Alfred Mösenbürger, der sicherlich sein Denken nicht in die Schablonen eines Buches oder eines Word-Dokuments gepresst hat oder zukünftig pressen wird. Was solls, ich möchte es versuchen, liegt doch selbst von einem der größten Philosophen der Menschheitsgeschichte zumindest kein schriftliches Zeugnis vor, und doch prägt er die Philosophie bis heute. Mit der Reduktion auf einen bestimmten Philosophen wird man Herrn Mösenburger nicht gerecht. Seine Betrachtungen über das Sein erinnern an Heidegger, mit seiner Vernunftkritik hält er lose Kontakt zu Kant, aber mit seinem negierenden Existenzialismus ist er Nitsche auch nicht fern. Nur ernst genommen werden möchte er auch nicht immer, greift er doch öfters Unsinnsthesen auf, pointiert sie und endet manchmal im derben Witz. Hier scheint mir eine gewisse Nähe zur Neuen Frankfurter Schule vorzuliegen. Und genau dieser Verdacht nahm Gestalt an in der Person von Eckhard Henscheid – einem der Gründer der besagten Schule, den ich anlässlich eines erneuten Wirthausbesuches im trauten Gespräch mit Herrn Mösenburger erwischte. Wie das? Ungläubig tastete ich mich an die miteinander Tuschelnden heran, auf die erste Gelegenheit wartend, meiner Neugier Antwort zu verschaffen. Sie fiel verschmitzt aus. Ja, man kenne sich und schätze sich durchaus. Und ein gemeinsam getrunkenes Bier sei erquicklicher als ein einsames. So ihre Rede. Mit ungestilltem Verlangen ließ ich sie allein, überzeugt davon, die Geburtswehen einer neuen philosophischen Schule, der GNFS – sprich der Ganz Neuen Frankfurter Schule – beigewohnt zu haben. Jetzt ist es gut so.